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Cityline
Installation auf Zeit von Claudio Magoni im Projektraum M54 Basel, 1998

Die grosszügige Raumsituation im Ausstellungsraum M54 der visarte in Basel ermöglicht die Installation einer neu realisierten Arbeit aus 15 kubischen Formvariationen.
Massive, mit gelber Farbe gefasste Holzformen von unterschiedlicher Dimension definieren eine Achse in einer räumlich abgestimmten Disposition. Den plastischen Erscheinungsformen liegt ein streng orthogonaler Bauplan zu Grunde. Die Quader sind ohne Befestigung auf den Boden gestellt. Das scheinbar stabile der Anlage beinhaltet in Wirklichkeit ein höchst fragiles Moment. Die Einzelteile stehen in einem Spannungsfeld von 'Festigkeit und Kippmoment' beziehungsweise dem 'Dominoeffekt'. Ähnlich einer fiktiven Modellsituation städtischer Siedlungsstruktur, vermitteln die Volumen dennoch autonome Teile eines Ganzen; oder eine 'Momentaufnahme' noch unbekannter Möglichkeiten, der Raum wird auf Zeit definiert. Die Raumwirkung wird in ihrer Dualität von Form zu Raum und von Raum zu Form freigesetzt und entsprechen der Vorliebe von Claudio Magoni zu raumbezogenen Arbeiten. Die starke farbliche Präsenz der Installation transformiert die Raum- Körper- und Farbwirkung in verschiedene Wahrnehmungsmöglichkeiten der Besucher und Besucherinnen des Ausstellungsraumes.