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weissderhimmel 2008
Fotografie Installation Video, Claudio Magoni und Ursula Bohren Magoni
Chelsea Galerie Laufen, BL 31. August bis 11. Oktober 2008

 

Luftskulpturen

 

   

Wie organische Zellen bewegen sich die Körper. Sie scheinen sich amöbenhaft zu modifizieren. Sie zelebrieren ihr prekäres Leben, während sie sich ihrer Vergänglichkeit immerzu bewusst sind, denn ihre Lebensdauer ist von der stetigen Luftzufuhr abhängig. Die beschränkte Zeit, die ihnen zur Entfaltung geschenkt wurde, geniessen sie in vollen Zügen. Wie ein Schmetterling, der sich an seinen prächtigen Flügeln erfreut - eine Pracht jedoch die der Zeit unterworfen ist. Die Vanitas wird durch die Verletzlichkeit der Oberfläche unterstrichen. Ihre dünne, transparente Haut ist höchst fragil. In jedem Moment könnte ein Schnitt in der Membran die Form in sich zusammenfallen lassen. Doch gerade diese immer präsente Verletzlichkeit lässt ihre Schönheit noch stärker erstrahlen.

 

 

   

Zwei im Raum schwebende Luftblasen winden sich in pulsierenden Bewegungen. Sie erscheinen wie grosse schwerelose Lungenflügel, die in Atmung stehen. Durch die stetige Luftzufuhr wird ihnen Leben eingehaucht. Ein Lebensrhythmus, der durch das Pulsieren sichtbar wird. Energie durchströmt die zarte Haut. Die aktivierte, vibrierende Oberfläche bewegt sich sanft wie leichte Wellen eines Gewässers. Ihre Weichheit, ihre sinnliche Ausstrahlung scheint nach Berührung, nach Zärtlichkeit zu flehen.

aus Katalogtext: Michael Babics und Olivia Jenni

 

 

 


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